Fachwechsel – studiere ich das Richtige?

  Studienberaterin im Gespräch mit einem Fachwechsler RWTH Aachen

Ein Fachwechsel sollte zwar möglichst früh stattfinden, aber auf keinen Fall unreflektiert aus einem momentanen Gefühl der Frustration oder Panik vollzogen werden. Vor dem Fachwechsel sollten Sie unbedingt Kontakt mit der Studienberatung aufnehmen.

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Situationsanalyse und Ursachenforschung

Nicht immer stehen Schwierigkeiten im Studium auch in kausalem Zusammenhang mit dem gewählten Studienfach. Gerade Studienanfängerinnen und Studienanfänger in den ersten Semestern sollten hinterfragen, ob es sich bei den Schwierigkeiten nicht vielleicht primär um Einstiegs- und Anpassungsprobleme an das universitäre Lernumfeld handelt. Das sind Umstellungsschwierigkeiten, die durch den Wechsel von der Schule an die Universität bedingt sind wie etwa Probleme mit dem Zeit- und Selbstmanagement, fehlende Lernstrategien im Umgang mit den ungewohnt hohen Stoffmengen und Leistungsanforderungen im Studium, persönliche Schwierigkeiten mit der neuen Lebenssituation und weitere.

Fragen Sie die Profis: Fachstudienberatung und Zentrale Studienberatung

Wenn Sie Zweifel an Ihrer persönlichen Eignung für das gewählte Studienfach und außerdem das Gefühl haben, dass Sie den Leistungsanforderungen des gewählten Studienfaches nicht gewachsen sind, sollten Sie diese verunsichernden Gefühle nicht mit sich herumtragen. Sprechen Sie Fachstudienberaterinnen und Fachstudienberater der jeweiligen Studiengänge an oder wenden Sie sich an die Zentrale Studienberatung.

Eine Frage der Motivation?

Die Frage der Motivation für das Studienfach ist ein zentraler Punkt, den Sie bei Zweifeln an der Studienwahl gründlich reflektieren sollten: Aus welchen Gründen haben Sie das Studienfach gewählt, was hat Sie dazu bewogen? Wie groß ist Ihr Interesse an den Inhalten und Themenstellungen des Faches selbst? Wie stark ist Ihr Wunsch, das ursprünglich gesteckte Berufsziel zu erreichen? Die Begeisterung und das Interesse für das Fach selbst sowie die Identifikation mit dem Berufsziel sind die wichtigsten Antriebsfaktoren, um die Mühen eines Studiums auf sich zu nehmen und Schwierigkeiten zu überwinden.

 

Hochschule oder Fachhochschule?

Eine Reihe von Studiengängen, vor allem im technischen Bereich, können Sie auch an einer Fachhochschule studieren. Wenn Sie trotz der aufgetretenen, gravierenden Schwierigkeiten weiterhin grundsätzlich Interesse für das gewählte Studienfach und die damit verbundenen Berufsfelder haben, sollten Sie den Wechsel an eine Fachhochschule erwägen. Suchen Sie in diesem Fall ein klärendes Gespräch in der Zentralen Studienberatung.
Darüber hinaus sollten Sie Vorlesungen an der Fachhochhochschule besuchen und die dortigen Fachstudienberatungen aufsuchen. Für die Anrechnung von Studienleistungen ist bei einem Wechsel an die Fachhochschule der Prüfungsausschuss des betreffenden Studienganges zuständig.

 

Konsequenzen eines Fachwechsels

Bafög

Wenn Sie Bafög beziehen, sollten Sie sich vor Durchführung eines Fachwechsels unbedingt rechtzeitig beim Bafög-Amt beraten lassen. Ein Fachwechsel muss bis zum Ende des dritten Fachsemesters vollzogen werden. Ändern Sie Ihren Studiengang erst später, wird die Förderung eingestellt. Einen unreflektierten Fachwechsel etwa im Sinne einer kurzfristigen Überbrückungslösung sollten Sie vermeiden.

Arbeitsmarkt

Ein frühzeitiger Wechsel des Studienfaches in den Anfangssemestern stößt bei vielen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern durchaus auf Verständnis, da in diesem Falle eine Fehlentscheidung erkannt und zügig korrigiert wurde. Mehrfache oder späte Fachwechsel werden von Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Personalchefinnen und Personalchefs hingegen nicht gerne gesehen. Daher lohnt es sich, bei den ersten Anzeichen der Unzufriedenheit mit der Studienentscheidung das Gespräch zu suchen.