Karneval auf dem Eis beim 30. EUC

08.12.2017
Ein Eishockey Spiel der Damenmannschaften Urheberrecht: HSZ / Schmitter

Dabei Der Eishockey Uni-Cup steht mittlerweile schon drei Jahrzehnte für sportliches Können kombiniert mit Spaß. Nicht nur auf dem Eis wird alles gegeben – auch die Fans legen sich ins Zeug, um mit Jubelrufen und einfallsreichen Kostümen ihre Fachschafts-Mannschaften zu unterstützen. Dabei wird sich an abwechslungsreichen Mottos orientiert, die jedes Jahr auf Neue für viel Freude sorgen.

 

Es ist „DAS Event für Spaß und Party“, findet Professor Dr. Ernst Schmachtenberg, Rektor der RWTH Aachen. Normalerweise ist es an der RWTH besonders wichtig, konzentriert zu sein und exzellente Leistungen zu erbringen. Doch nicht an diesem Abend, der für lustiges und zwangloses Zusammensein steht. „Wenn man die Seele der Hochschule verstehen will, muss man dieses Event besuchen“, stellt der Rektor heraus. Denn die hier vermittelte Nähe von Rektorat und Studierenden und der gemeinsame Spaß an einer Veranstaltung haben einen hohen Stellenwert für ihn.

Diese Freude ist auch für Peter Lynen, den Leiter des Hochschulsportzentrums, sehr wichtig. Er nennt das Event passenderweise „Karneval auf dem Eis“, eine Veranstaltung, die durch Lebensfreude und natürlich witzig-einfallsreiche Kostüme besticht. Außerdem macht ein Event wie dieses die „Attraktivität des Standorts“ Aachen aus, wie Lynen erklärt. Rund 14 verschiedene Sportveranstaltungen im Jahr sind ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt, das Aachen und die Hochschule besonders beliebt macht.

Der Eishockey Uni-Cup, der 2017 sein 30. Jubiläum feiert, wurde durch das Gründungsmitglied Professor Dr. Christian Mittermayer initiiert. Postalisch richtete er seine besten Grüße an die sogenannten „Eiskämpfer“ aus und betonte, wie wichtig ihm die Veranstaltung auch heute noch ist, wie Eventkoordinator Melih Özkardes nach einem Gespräch mit ihm betonte. Außerdem sprach Özkardes die Highlights des Abends an, zu denen die akrobatisch-ausgefallenen Cheerleader-Shows und natürlich die After-Show Party im Starfish zählen.

Zwar stehen Spaß, Freude und gemeinsames Feiern ganz oben, doch geht es beim Uni-Cup natürlich auch ums Eishockeyspielen. Carl Hemprich von den Aachen Ice-Emperors war mit seinem 11:2 Sieg gegen die Mannschaft aus Eindhoven „sehr zufrieden“ – noch glücklicher machte ihn aber das Schließen neuer Freundschaften durch die Matches gegen verschiedene Partneruniversitäten. Und auch die Fachschafts-Vertreter waren zufrieden mit ihren Mannschaften. Auch wenn die Elektrotechniker in den letzten Jahren erst einmal die Trophäe holen konnten, war Marlene von Monschaw diesmal zuversichtlich, da „bei Glühwein und Mario-Kart“ der Teamgeist geweckt wurde. Jan Clusmann von den Medizinern sieht seine Mannschaft jedoch auch als besonders stark an, da der Teamgeist gestärkt wurde. Selbstverständlich ist sich aber auch Matthias Glinke von der Fachschaft Maschinenbau sicher, dass sie den Preis erneut holen und somit den Titel verteidigen werden, denn sie „haben einfach das beste Team“.

Ein gutes Team sind auch der Hochschulsport und seine Sponsoren. Seit vielen Jahren steht Thyssen Krupp hinter dem EUC, der aus Sicht von Stefan Cassel gefördert werden muss, da hier ein Engagement trainiert wird, dass „auch im Beruf von großer Wichtigkeit ist“. Nicht nur wichtig, sondern unerlässlich für den Uni-Cup ist das Sponsoring, ohne das ein derartiges Event laut Peter Lynen „gar nicht möglich“ wäre.

Genauso unmöglich wäre auch ein Uni-Cup ohne Spenden. Es hat schon eine lange Tradition, dass die Organisation „Right to Play“ rund 1.500 Euro gespendet bekommt, einen Betrag, der Kindern in weniger privilegierten Ländern ein zwangloses Toben und Spielen ermöglicht. Ebenfalls 1.500 Euro erhielt in diesem Jahr zudem der Kinderschutzbund Aachen für das Projekt Abenteuerspielplatz „Kirschbäumchen“, der den Kindern in Aachen einen Platz zum Spaß haben und Ausprobieren bietet.

So zeigen auch die Spendenempfänger die hohe Relevanz von Spielspaß und Lebensfreude beim Eishockey Uni-Cup. Eine besonders große Portion davon hatten wohl die Medical Strikers, die mit 21 Punkten gewannen. Auf dem zweiten Platz, mit 15 Punkten, landete die Fachschaft Elektrotechnik und Sieger der Herzen mit 13 Punkten wurden die Maschinenbauer, nach einigen spannenden Matches.

Bei den Cheerleadern konnte die Truppe der ET-Lions mit einer fabelhaften Choreografie besonders überzeugen, was natürlich bei der After-Show Party im Starfish noch bin in den frühen Morgen gefeiert wurde.