Ausbau des Ensembles: Fritz ter Wey, Hubert Pittie

  Gruppenfoto mit Universitätschor aus Szeged, Ungarn Urheberrecht: Collegium Musicum   Profilbild Fritz ter Wey Urheberrecht: Collegium Musicum Fritz ter Wey leitete von 1988 bis 1994 das Collegium Musicum.  

Im Wintersemster 1989 leitet erstmals Fritz ter Wey ein Konzert des Collegium Musicum. Der als Gründer des international renommierten „Junger Chor Aachen“ bekannte Dirigent baute das Orchester auf eine symphonische Besetzung aus und ermöglichte den Hobbymusikern somit erstmals die Einstudierung symphonischer Werke. Die frühen neunziger Jahre waren geprägt von Joseph Haydns „Die Schöpfung“ als große Konzertproduktion im Eurogress sowie im Konservatorium Lüttich, eine Konzertreise nach Szeged in Ungarn sowie einen Gegenbesuch des Universitätschores Szeged in Aachen.Nach Abberufung ter Weys an die Nordwestdeutsche Musikhochschule Detmold als Professor für Chroleitung übernahm im Jahre 1994 der Niederländer Hubert Pittie die Geschicke des Ensembles. Der von Sergiu Celibidache musikalisch stark beeinflusste Dirigent dirigierte zunächst vor allem Blasmusiken. In sein frühes Dirigat fallen unter anderem Werke von Mozart, Schubert und Strauss.

 
schwarzweißbild von Probe eines kleinen Chores Urheberrecht: Collegium Musicum Chorporbe unter der Leitung von Hubert Pittie
  Profilbild Hubert Pittie Urheberrecht: Collegium Musicum Im Jahr 1994 übernahm Hubert Pittie das Ensemble
 

Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum

Wie enstand eigentlich das Logo des Collegium Musicum?

Wie sehen 20 Jahre Orchester-Erfahrung für einen Geiger aus?

Diese und viele andere spannende Einblicke gewährt die Festschrift von 2002, geschrieben von Peter Dahmann, Markus Gehenen, Hubert Pittie und Richard Ramakers.

 

Im Jahre 1995 gab das Collegium ein Konzert zum 50. Jahrestag des Kriegsendes, u.a. mit „Via Crucis“ von Frank Liszt, in der St. Nikolaus Kirche zu Aachen. Im selben Jahr wird das 125-jährige Bestehen der RWTH Aachen mit einem Festkonzert begangen, zu hören war unter anderem Brahms‘ „Akademische Festouvertüre“. Eine Herzensangelegenheit von Hub. Pittie war stets die internationale Zusammenarbeit mit niederländischen Ensembles. Der Chor nahm 1996 am Heerlener Chorwettbewerb teil, ein Mittschnitt wurde im niederländischen Rundfunk gesendet. Mit Ausscheiden Prof. Möllers lag die akademische Leitung beider Ensembles erstmals in einer Hand, der von Prof. Haberstroh.

Zur Jahrtausendwende brachten Chor und Orchester gemeinsam mit dem Universiteits Orkest der Universität Maastricht sowie der Capella Sancti Servatii aus Mastricht Gustav Mahlers zweite Symphonie zur Aufführung. Unter der musikalischen Leitung von Hub. Pittie sowie Peter Serpenti war das Werk in beiden Städten zu hören.

Durch engagierte Musikerinnen und Musiker des Orchesters wurde im Jahr 2001 das Aachener Salon-Orchester (AchSO) gegründet, das sich seither vor allem der gehaltvollen Unterhaltungsmusik widmet. Im Jahr 2002 feierte das Collegium Musicum sein 50-jähriges Bestehen unter anderem mit Felix Mendelssohn Bartholdys „Erste Walpurgisnacht“ im Rahmen eines Jubiläumskonzertes mit Ehrengästen aus der vielfältigen Geschichte des Ensembles. Im selben Jahr folgte der erste Auftritt im Hohen Dom zu Aachen mit einem weihnachtlichen Konzert.

Im Jahr 2003 stellte das Collegium mit „Krashna Musika“ ein Kooperationsprojekt mit der TU Delft auf die Beine und führte die Messe „Solenelle“ von Hector Belioz, die erst 1992 wiederentdeckt wurde, als eines der ersten Ensembles überhaupt auf. Mit einem Konzert in Venlo wurde mit dem Fauré-Requiem dem Kriegsende gedacht. Unter dem Motto „Music in Motion“ wurde in Zusammenarbeit mit RWTHextern im Winter eine gemeinsame Konzertreihe dargeboten.

Die Folgejahre waren geprägt von der Aufführung des Stücks „Violincellissimo“ der französischen Komponistin Ida Gotkovsky, die extra aus Paris angereist kam, weiteren Kooperationen mit der TU Delft (2006, Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“). Das Ensemlble nahm am Mozartjahr (2006) sowie am Festival „Aachen Brahmst“ (2007) mit mehreren Darbietungen teil. Das Jahr 2008 war bestimmt durch die Aufführung der monumentalen Symphoinie „Lord of the Rings“ in neuem Arrangement für symphonisches Orchester von Johan de Meij, der beim Konzert anwesend war.

Im Folgejahr taten sich Chor und Orchester mit ihren jeweiligen Partnerensembles der Universität Maastricht zusammen. Während die Orchester ein russisches Programm (u.a. Rachmaninow) einstudierte, widmete sich der Chor einem amerikanischen Programm mit Musik von Gershwin und Billy Joel. Mit auf der Bühne standen die sINGer, eine A-Capella-Gruppe, die kurz zuvor in den Reihen des Chores hervorgegangen war.