Bunte Vielfalt beim 31. Eishockey Uni-Cup um die thyssenkrupp-Trophy

07.12.2018
Skifahrer in Aktion Urheberrecht: HSZ

Der Eishockey Unicup (EUC) steht traditionell nun schon seit über 30 Jahren für sportliches Können und Spaß. Am 6. Dezember war es wieder soweit und der Unicup wurde durch das Hochschulsportzentrum der RWTH (HSZ) veranstaltet. Dabei sorgten in diesem Jahr vor allem die Fans wieder für die einzigartige Atmosphäre, die den EUC traditionell ausmacht. Mit Jubelrufen und einfallsreichen Kostümen unterstützen sie tatkräftig ihre Fachschafts-Mannschaften. Ein weiteres Highlight stellen in jedem Jahr auch die abwechslungsreichen Mottos dar. In diesem Jahr stand der EUC ganz unter dem Thema des Meers aber auch Baustellenszenarien machten den EUC 2018 unvergesslich.

 

„Wer hier dabei war, der vergisst seine Studienzeit sicher nicht“, findet Professor Dr. Ulrich Rüdiger, Rektor der RWTH Aachen. Es ist sein erster Unicup, bei dem die drei Fachschaften (Mediziner , Elektrotechniker und Maschinenbauer) um die beliebte „thyssenkrupp“-Trophy kämpfen, und er zeigt sich begeistert von der Motivation und dem Engagement der Fachschaften, auf dem Eis, aber auch dahinter, alles zu geben um vielleicht den Sieg mit nach Hause bringen zu können. Normalerweise ist es an der RWTH besonders wichtig, konzentriert zu sein und exzellente Leistungen zu erbringen, doch nicht an diesem Abend, der für lustiges und zwangloses Zusammensein steht. „Der EUC ist ein Identifikationsmittel, wo auch mal die Sau rausgelassen werden kann.“ Er steht für eine Verbindung zwischen Rektorat und Studierenden, denn hier ist der gemeinsame Spaß am Event im Vordergrund.
Diese Freude ist auch für Peter Lynen, den Leiter des Hochschulsportzentrums, sehr wichtig. „Es ist ein Kultevent mit Tradition, wo Studierende und Professoren in einem Team die RWTH von ihrer emotionalen Seite erleben können“ Rund 15 verschiedene Sportveranstaltungen im Jahr sind ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt, das Aachen und die Hochschule besonders beliebt macht.

Der Eishockey Uni-Cup, der 2017 sein 30. Jubiläum feiert, wurde durch das Gründungsmitglied Professor Dr. Christian Mittermayer initiiert. Es lädt Studierende jedes Jahr aufs Neue ein, gemeinsam zu feiern. Außerdem lobt Peter Lynen die hohe Professionalität, die die Amateure trotz des engen Zeitplans zwischen Studium und Freizeit an den Tag legen. Dem schließt sich Ramon Marställer, Eventkoordinator des HSZ an und bezieht sich auf das hohe Level, welches die Eishockeyspieler aber hauptsächlich die Cheerleader zeigen.

Neben Spaß, Freude und dem gemeinsamen Feiern und Anfeuern gerät das Eishockeyspielen nicht in den Hintergrund. Jede der drei Mannschaften will schließlich den Sieg für sich am Ende für seine Fachschaft nach Hause holen, denn es geht „primär um die Ehre“.

Das hauseigene Eishockeyteam der RWTH und FH Aachen, die „Ice-Empereors“ traten in diesem Jahr gegen das Team aus Zürich an.Carl Hemprich zeigte sich trotz der Niederlage der Aachen Ice-Emperors gegen den AEC Zürich mit dem Ergebnis von 5:2 trotzdem sichtlich zufrieden. Er betonte, dass es „ein Highlight ist, vor 3000 Studierenden spielen zu können.“ Vor allem sind aber die Freundschaften und der Teamgeist der Mannschaften das, was den Unicup unvergleichlich machen. Er sei in jedem Jahr eine angenehme Abwechslung zum Unialltag, wie alle Fachschaften betonen.

Ohne die Hilfe von guten Partnern, wäre es aber nicht möglich ein solches Event auf die Beine zu stellen. Der Hochschulsport kann zufrieden auf eine langjährige Partnerschaft mit „thyssenkrupp“ zurückschauen. Seit vielen Jahren steht der Sponsor hinter dem EUC. Stefan Cassel zeigt sich stolz, die Veranstaltung zu unterstützen, denn „thyssenkrupp“ sieht sich vor allem als „emotionaler Partner des EUC.“ Er freut sich vor allem, dass die Fachschaften mit „vollem Herzen dabei sind.“ In diesem Jahr kann das HSZ erstmalig die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte zu seinen Sponsoren zählen. Kerstin Wagner betont die „schöne Möglichkeit“, die durch den EUC entsteht, um mit Studierenden in entspannter Atmosphäre in Kontakt zu kommen.

Beim Unicup rückt der gute Zweck auch in diesem Jahr nicht in den Hintergrund. Es hat eine lange Tradition, dass die Organisation „Right to Play“ rund 1.500 Euro gespendet bekommt, einen Betrag, der Kindern in weniger privilegierten Ländern ein zwangloses Toben und Spielen ermöglicht. Neuer Spendenempfänger ist in diesem Jahr der Aachener Engel e.V., der 2005 von Martin Lücker gegründet wurden. Der Betrag kommt der Förderung von schwerkranken Menschen und missbrauchten oder in Not geratenen Bürgern Aachens zugute, um sie auf ihrem beschwerlichen Weg zu begleiten. Außerdem werden benachteiligten Kindern so die Möglichkeit geboten verschiedene Sportarten durch zu führen und kostenlose Bildung zu erhalten.

So spiegelt sich auch bei den Spendenempfängern die hohe Relevanz von Spielspaß und Lebensfreude beim Eishockey Uni-Cup wieder. Den Sieg für sich entscheiden konnten in diesem Jahr erneut die Medical Strikers. Nach einem knappen Wettkampf unter Hochspannung gelang es ihnen, sich gegen das Gegnerteam der Maschinenbauer mit 25 Punkten zu 17 durchzusetzen. Die Fachschaft Elektrotechnik war allerdings der Sieger der Herzen. Sie belegten mit 8 Punkten den letzten Platz.

Die Sieger des FuFah-Ehrenpreises standen zum Redaktionsschluss noch nicht fest. Das Geheimnis um den Sieger der Cheerleader wurden erst im Starfish gelüftet.