Historie

  Verkleidete Läufer Urheberrecht: Andreas Schmitter  

Was in den 80er Jahren als studentische Initiative mit 30 sportbegeisterten Teilnehmenden begann, ist mittlerweile längst zu einer Großlaufveranstaltung mit Kultcharakter gereift. Der Lousberglauf wird nun bereits seit über 25 Jahren gemeinsam vom Hochschulsportzentrum der RWTH, dem Sportreferat sowie den Bewohnern der Wohntürme Rütscher Straße organisiert – ein Konzept, das sich bewährt hat. Rund 200 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ermöglichen einen professionellen und reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

 

Lousbergsage

Aachen und den Teufel verbindet eine lange Geschichte. Schon immer fühlten sich die Aachener dem Teufel überlegen und schafften es sogar, ihn einige Male hereinzulegen. So geht auch die Entstehung des Lousbergs auf eine dieser Geschichten zurück. Wütend, dass die Aachner ihn beim Dombau überlistet hatten, schmiedete der Teufel einen neuen Plan. Er besorgte sich Sand von der Nordsee um Aachen in diesem verschwinden zu lassen. Auf der heutigen Soers machte er jedoch eine Pause, da das Gewicht der Säcke ihn dazu zwang.

Dort begegnete ihm schließlich eine ältere Frau, die von dem Aachner Stadtmarkt kam. Ermüdet fragte der Teufel die Alte, wie weit es nach Aachen noch sei. Sie erkannte den Teufel allerdings und erzählte ihm, dass die angeblich neuen Schuhe die sie dort erstanden habe, schon jetzt komplett abgelaufen seien. Demotiviert warf der Teufel die Säcke beiseite und lies von seinem Plan, Aachen unter Sand zu begraben, ab. Dieser Sand türmte sich auf und der Lousberg und Salvatorberg entstanden. So schafften die Aachener es auf ein Neues, den Teufel zu überlisten.

 

Die Bahkauv-Sage

Das Untier, das einem großen Kalb mit scharfen Zähnen und schuppigem Fell ähneln und im Abwasserkanal der Thermalquellen am Büchel hausen soll, erschreckte nachts betrunkene Männer. Außerdem wurden die Beschwipsten aufgefordert es auf ihren Schultern zu tragen, sodass die Männer es schwer hatten, heimzugehen. Flehten oder beteten die betrunkenen Männer, so wurde der Bahkauv schwerer. Fluchten oder schimpften sie, dann wurde die Last leichter. Frauen und Kinder blieben vom Bahkauven verschont. Angeblich soll auch Pippin der Jüngere, der Vater Karl des Großen, gegen das Bahkauv gekämpft und es an einem Morgen an einer dampfenden Quelle mit einem Schwerthieb getötet haben.