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Schnelleinstieg
Wenn neue Sportflächen gebaut werden, dann ist Kunstrasen, mehr denn je, der Belag der Wahl – weil er sehr pflegeleicht und wetterunabhängig bespielbar ist. Kunstrasen hat in der bewährten Form aber auch den Schönheitsfehler, dass der Kunststoff für Fasern und Untergrund (eine elastische Trageschicht und stabilisierende Rückenschicht) aus fossilen Rohstoffen gefertigt wird und ein sogenanntes Infill – meist aus Kunststoffgranulat (bisweilen auch aus organischem Material oder Sand) – benötigt, welches sich als Mikroplastik überall in unserer Umwelt verbreitet.
Spätestens 2031 kommt für neue Kunstrasenplätze wegen des Verbots des Kunststoffgranulats das Aus. Hier kommen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des ITA und des TFI Institut für Bodensysteme an der RWTH ins Spiel. Sie haben mit dem Unternehmen Morton Extrusionstechnik (MET) dazu mit BioTurf eine nachhaltige Alternative entwickelt. BioTurf ist ein Kunstrasensystem aus biobasierten Polymeren und benötigt erstmals gar kein Infillmaterial mehr.
Für Fußballspielende wichtig: Der Belag lässt sich wie jeder andere bespielen, egal ob beim Laufen, Passen oder Schießen, es gibt keine Unterschiede. Am Hochschulsportzentrum (HSZ), wo Morton Extrusionstechnik einen Cage-Soccerplatz mit BioTurf verlegt hat, wird das Ergebnis des Forschungsprojekts schon heute sicht- und erlebbar gemacht. „Das ist eine super Story, dass wir Forschung der Hochschule hier bei uns am HSZ direkt nutzen und so einen Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie der Hochschule leisten können“, berichtet Ramon Marställer, Leiter der Presse und Öffentlichkeitsarbeit im HSZ. Die Nachfrage nach Cagesoccer ist enorm, der neue Platz überaus beliebt. „Das passt perfekt“, betont er.
Mit BioTurf aus Aachen steht eine umweltgerechte und bespielbare Alternative aber bereits heute zur Verfügung. Der Fußball der Zukunft kann mit dieser Aachener Entwicklung nachhaltiger werden – und muss es auch.