Wissenschaft kann begeistern

04.11.2019

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Am Freitag, 8. November, geht die beliebte RWTH-Wissenschaftsnacht in die 17. Runde.

 

Im Hörsaalzentrum C.A.R.L., in unmittelbarer Nachbarschaft des Aachener Westbahnhofs, gibt es dann wieder einen bunten Mix wissenschaftlicher Präsentationen in Form von Vorträgen, Versuchsstationen und Exponaten. Zwischen 19 Uhr und Mitternacht lassen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Aachener Exellenzuni über die Schultern schauen. Experimente zum Anfassen und Mitmachen machen die kleinen wie großen Besucherinnen und Besucher dann selber zu Forschenden. Zudem unterhalten und informieren Konzerte, Theater, die spektakuläre Mira-Lasershow und Führungen durch die RWTH bei Nacht.

Das Format gewann seit der Erstauflage 2003 mit mittlerweile mehr als 6.000 Gästen stetig an Popularität. RWTH-Rektor Professor Ulrich Rüdiger begeistert sich für diesen in der Region besonderen Event: „Ich freue mich auf eindrucksvolle Aha-Momente und auf einen ebenso ereignisreichen, unterhaltsamen wie erkenntnisreichen Abend.“ Für das Gelingen dieser Veranstaltung sorgt routiniert und mit Unterstützung vieler weiterer Engagierter das Team des Hochschuldezernats Presse und Kommunikation, das die Wissenschaftsnacht organisiert.

In seiner interaktiven Show „Chemie ist das, was knallt und stinkt – und Physik das, was nie gelingt?!“ führt Eric Siemes durch eine Entdeckungsreise in der Welt der Naturwissenschaften. Angefangen mit einem lauten Knall, über schwebende Kuchen bis hin zur leuchtenden Gurke und der Seife in der Mikrowelle gibt es nicht nur hier viel zu staunen. Auch der traditionelle Physik-Jahrmarkt lässt Phänomene wie schwebende Supraleiter und sichtbare kosmische Teilchen entdecken und lädt ein, sich an vielen Experimenten zu versuchen.

Zum Abschluss des Abends demonstrieren RWTH-Professoren bis drei Uhr morgens im Foyer des C.A.R.L. ihre musischen und Multitasking-Fähigkeiten am DJ-Pult und mischen zur Abschlussparty auf.

Das Parkhaus in der Prof.-Pirlet-Straße ist für die Besucher der Wissenschaftsnacht den ganzen Abend geöffnet.

Highlights

Bahnverkehr im Modellmaßstab

Wie werden eigentlich Weichen und Signale gestellt? Warum fahren Züge im festen Raumabstand und nicht auf Sicht wie Autos im Straßenverkehr? Die Eisenbahntechnische Lehr- und Versuchsanlage ELVA wurde in den vergangenen Jahren zu einer modernen Modellbahnanlage mit insgesamt 1.200 Metern Strecke umgebaut, an der das komplexe System der Eisenbahnsicherungstechnik anhand von originalen Stellwerken erklärt wird. 19 bis 23 Uhr, Keller, Bauingenieurgebäude.

Elektromobilitätslabor (eLab)

Das Elektromobilitätslabor eLab betreibt Technologieentwicklung über das Testing bis hin zum fertigen Prototypen. In der Wissenschaftsnacht werden wichtige Prozesse der Batterieproduktion erläutert. Ab 19.15 Uhr halbstündlicher Shuttle / Abfahrt am C.A.R.L.

Nachhaltige Nutzung biologischer Ressourcen

Wie kann die zunehmende Weltbevölkerung mit hochwertigen Nahrungsmitteln versorgt werden? Wie lässt sich der schädliche Einfluss des Menschen auf das Erdklima minimieren? Über die Bioökonomie als mögliche Antwort aus die Umweltherausforderungen unserer Zeit berichtet Professor Andreas Jupke, Lehrstuhl für Fluidverfahrenstechnik. 19.45 bis 20.30 Uhr, H08, C.A.R.L.

Fake News im Mittelalter

In die Welt der mittelalterlichen Fake-News entführt Professor Max Kerner: Angefangen von der Konstantinischen Schenkung als der vielleicht berühmtesten mittelalterlichen Urkundenfälschung über die zahllosen Reliquienfälschungen bis hin zu den Legenden der Maria Magdalena und vielem mehr. 20.15 bis 21 Uhr, H04, C.A.R.L.

Dem Urknall auf der Spur

Der Besuch der Weltmaschine am CERN in Genf ist interaktiv und virtuell möglich – mittels einer Live-Schaltung bietet sich die exklusive Gelegenheit, hinter die Kulissen des CMS-Experiment als Teilchendetektor am Large Hadron Collider LHC zu schauen. 21.30 bis 22.30 Uhr, H01, C.A.R.L.

Ring of Fire

Zum Leben mit dem Ring of Fire berichtet Professor Thomas R. Rüde und nimmt die Besucher mit auf eine Reise mit Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftlern nach Java. 23 bis 23.45 Uhr, H08, C.A.R.L.

Die Schülerlabore der RWTH

Das Robo Scope zeigt humanoide NAO-Roboter, das InfoSphere veranstaltet eine Mini-Rallye, am Waterlab kann per Mausklick gegen Hochwasser gekämpft und die Stadt Köln vor Fluten geschützt werden, Heureka stellt die Elektrotechnik und Informationstechnik vor, am SciphyLAB wird ein Taschenwärmer gebastelt und bei goAIX! sind Kirchenmodelle mit VR-Brille zu betrachten. 19 Uhr bis Mitternacht, C.A.R.L., Foyer.

Wettstreit des Wissens

Wenn der Vortrag nur fünf statt üblicher 45 Vorlesungsminuten dauern darf, treten Studierende, Beschäftigte und Lehrende zum kultigen Science Slam an. Dabei ist alles erlaubt, was die Hausordnung hergibt. Moderiert wird der Slam von RWTH-Professor Simone Paganini. 20 Uhr, Audimax, Großer Hörsaal.

Redaktion: Presse und Kommunikation